Am ersten Tag unseres Erasmus+ Projekts in Bulduri (Lettland) erkundeten wir die staatliche Gartenbauschule und deren Umgebung. Unsere Wege führten über das Freigelände zu den Gewächshäusern und dem Labor. Abschließend gingen wir durch die Stadt zum Strand von Jurmala.
(Projektteilnehmerin: Alica, Gärtnerin, Fachrichtung Friedhofsgärtnerei - 2. Ausbildungsjahr)
Dienstag, 14. Mai 2024
Meine Gruppe hat heute den I-Garden gepflegt und die Beschriftungen der Pflanzen aufgestellt. Der I-Garden ist ein intelligenter digitalisierter Garten, in dem das Bewässerungssystem unterirdisch über Sensoren gesteuert wird und Roboter Daten über den Zustand der Pflanzen zur Beobachtung und Pflege sammeln. Die andere Gruppe hat zusammen mit den lettischen Auszubildenden einen neuen Wegebau vorbereitet und Ziersträucher an Pfählen befestigt. Nach der Arbeit besichtigten wir das Zentrum von Jurmula (Dzintari und Majori). Im Waldpark von Dzintari bestiegen wir den 33,5 m hohen Aussichtsturm. Wir konnten die Skyline von Riga und den Ostseestrand deutlich sehen.
(Projektteilnehmer: Fabian, Gärtner, Fachrichtung Baumschule - 2. Ausbildungsjahr)
Mittwoch, 15. Mai 2024
Heute hatten wir ein unfassbar krasses Erlebnis. Inmitten unserer Pflegearbeiten an den Rasenflächen und den Beeten ging der Hollywoodstar Kristen Stewart aus der Filmreihe Twilight über den von uns frisch gemähten Rasen. Sie dreht gerade ihren ersten eigenen Film in Lettland.
(Projektteilnehmerin: Marlene, Fachoberschülerin Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie - Klassenstufe 11)
Donnerstag, 16. Mai 2024
Im Vordergrund stand heute die Pflege des Schulparks. Angenehm war vor allem die Arbeit im Schatten der alten und auch seltenen Bäume. Gerade bei sonnigem Wetter spürt man wie wichtig dieser Schutz für uns Menschen ist.
In bewährten kleinen Gruppen wurden Beetflächen von Unkraut befreit, Rasenkanten mit dem Spaten gestochen und Ziersträucher geschnitten. Außerdem große Rasenflächen mit zwei handgezogenen Sichelmähern geschnitten. Auch beim Wegebau gab es Fortschritte. Es wurden bestehende Pflanzungen umgesetzt und ein gutes Stück Pflaster verlegt.
(Projektteilnehmer: Jonas, Gärtner, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau - 2. Ausbildungsjahr)
Freitag, 17. Mai 2024
Heute haben wir wieder in Gruppen gearbeitet. Die eine hat sich im Garten der Floristen um Beetpflege und Bewässerung gekümmert, die andere hat im Park Umpflanzungen vorgenommen. Jetzt freuen wir uns auf den Ostseestrand und können hoffentlich einen Sonnenuntergang beobachten.
(Projektteilnehmer: Yannick, Fachoberschüler Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie - Klassenstufe 11)
Sonnabend, 18.05. - Sonntag 19.05.2024
Am Samstag wanderten wir zum Freilichtmuseum Jurmala. Dort sind Häuser, Boote, Kleidung und Werkzeuge der Fischer aus der vorindustriellen Zeit ausgestellt. Danach wanderten wir durch den Naturpark Ragaparka zur Horndüne. Dort mündet der Fluss Lielupe in die Ostseee. Am nächsten Tag besichtigten wir in Kemeri den Kurpark. Dazu gingen wir auch auf den Wasserturm und erhielten einen Eindruck von der gewaltigen Größe des Nationalparks.
Heute haben wir Beete markiert sowie Hecken und Bäume geschnitten. Dazu erhielten wir eine Einweisung in die Hebebühne und arbeiteten mit unseren lettischen Kollegen zusammen.
Nach der Arbeit besichtigten wir gemeinsam mit den lettischen Auszubildenden das Schloss und den Garten Rundale. Dieser Barockgarten wird zu Recht mit dem von Versailles verglichen. Eine ehemalige Auszubildende unserer Partnerschule in Bulduri führte uns durch den Garten
Das Wetter wird immer wärmer und die Pflanzen wachsen. Leider auch das Unkraut. Deshalb jäteten wir in allen Gruppen in verschiedenen Bereichen des Schulgeländes. Eine Gruppe im I-Garden, die anderen im Park. Nun freuen wir uns auf eine Abkühlung am Strand.
Nach der Arbeit sind wir nach Salaspils in den botanischen Garten gefahren. Zuerst besuchten wir eine moderne Ausstellung, die uns das Thema Botanik mit allen Sinnen erleben ließ. Danach ging es in die Gewächshäuser mit einer Fülle sehr schöner Pflanzen aus verschiedenen Klimazonen.
Nach der Arbeit besichtigten wir den Rhododendronpark in Babite. Der Direktor führte uns persönlich über das Gelände. Auf 12 ha Land befinden sich über 1000 Rhododendronarten und -sorten. Es dauert mindestens 14 Jahre zur Entwicklung einer stabilen neuen Sorte.
(Projektteilnehmer: Jonas, Gärtner, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau - 2. Ausbildungsjahr)
Sonnabend, 25. Mai 2024
Am letzten Tag besichtigten wir Riga. Unsere Reiseleiterin Ines Baltkaine führte uns 3 Stunden durch Riga. Wir lernten viel über die wechselvolle Geschichte Lettlands. Besonders interessant war, dass das Freiheitsdenkmal auch die deutsche und sowjetische Besatzungszeit unbeschadet überdauerte. Riga ist die heimliche Hauptstadt des Jugendstils. Viele Gebäude hat der deutsch-baltische Architekt Eisenstein bauen lassen. An der russischen Botschaft zeigte sich sehr deutlich der Freiheitswille der Letten. Heute Abend genießen wir hoffentlich wieder einen Sonnenuntergang an der Ostsee.
Am ersten Tag unseres Erasmus+ Projektes in Estland erkundeten wir die Hauptstadt Tallinn und ihre Umgebung. Wir interessierten uns besonders für die gut erhaltenen Stadtmauern des mittelalterlichen Stadtkerns und die Überreste eines ehemaligen Stadions am Strand. Am Nachmittag fuhren wir mit einem Überlandbus nach Tartu. Von dort wurden wir mit dem Schulbus unserer Partnerschule nach Räpina gebracht und im Gästewohnheim empfangen.
(Projektteilnehmer: Tim, Gärtnerin, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau - 3. Ausbildungsjahr)
Sonntag, 24. August 2025
Wir unternahmen eine Tageswanderung durch das Naturschutzgebiet am Fluss Raigla zum Hafen von Räpina. Vom Aussichtsturm überblickten wir den See Peipus, in dem die Grenze zwischen Estland und Russland verläuft. Die Artenvielfalt und Vitalität im Naturschutzgebiet führen wir auf die Lage als Marschland zurück, wodurch die Pflanzen viel Wasser zur Verfügung haben.
(Projektteilnehmer: Leo, Gärtner, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau - 3. Ausbildungsjahr)
Montag, 25. August 2025
Heute zeigte uns die Erasmus-verantwortliche Lehrerin Liisi Kont die Schule und die Außenanlagen. Besonders beeindruckte uns ein speziell für den Unterricht angefertigtes Modell der schuleigenen Gewächshäuser, an dem die Auszubildenden mit den technischen Steuerungsgrundlagen vertraut gemacht werden. Außerdem begeisterte uns die umfangreiche Bibliothek, die die Schüler ganztägig nutzen können. Hier entdeckten wir auch einige deutsche Fachbücher. Im Fachraum für bau- und vegetationstechnische Zeichnungen faszinierten uns die detailreichen Pläne, die sowohl handgefertigt als auch mit Hilfe von Computerprogrammen erstellt wurden.
Der Schulgarten wurde im vergangenen Jahr anlässlich des 100-jährigen Bestehens erneuert und mit Pflanzplänen ausgestattet. In verschiedenen Werkstätten wird den Auszubildenden der Umgang mit Maschinen und Werkstoffen beigebracht.
(Projektteilnehmer: Florian, Gärtner, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau - 3. Ausbildungsjahr)
Dienstag, 26. August 2025
Heute konnten wir unsere Pflanzenkenntnisse im Botanischen Garten der Universitätsstadt Tartu vertiefen und erweitern. Anschließend lernten wir den historischen Stadtkern der facettenreichen ehemaligen Kulturhauptstadt Europas kennen.
Am Vormittag besuchten wir die Menschen mit Behinderung, die in Räpina ausgebildet werden. Neben verschiedenen Werkstätten besichtigten wir auch die Schulgärten. Dort erhielten wir vielfältige Einblicke in permakulturelle Konzepte.
Nachmittags erwartete uns das Moor Meenikunno mit seinen zahlreichen auf diesen Lebensraum spezialisierten Arten.
(Projektteilnehmer: Vivien und Jaron, Gärtner, Fachrichtung Friedhofsgärtnerei - 3. Ausbildungsjahr)
Donnerstag, 28. August 2025
Zum Abschluss hatten wir die Gelegenheit, am fachpraktischen Unterricht in unserer Partnerschule teilzunehmen. Wir erhielten von der Fachlehrerin Ivi einen Pflasterplan zur Umsetzung in 2 Teams. Die vorgegebene Zeit konnten wir einhalten, und Ivi war mit unseren Ergebnissen sehr zufrieden.
(Projektteilnehmer: Felix und Luc, Gärtner, Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau - 3. Ausbildungsjahr)
Im Rahmen der Kooperation mit der Kindertagesstätte „Märchenland“ Wurzen fand am 14.03.2023 ein Forscher-Projekt für die Kinder dieser Einrichtung statt. Die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule für Sozialwesen, 2. Ausbildungsjahr, hatten kleine Experimente zu verschiedenen Themen geplant und vorbereitet.
So konnten die ‚kleinen Forscher‘ mit bunten Zuckerwürfeln Wasser färben, Papierseerosen zum Blühen bringen, bunten Schaum pusten, beobachten, wie ein Teelicht in einem Glas aufsteigt und man Wasser entsalzen kann. Alle ‚kleinen Forscher‘ waren mit Neugierde und Freude dabei und bekamen an jeder Station einen Stempel in ihren Forscherpass.
Für die Schülerinnenund Schüler war dieser Tag für ihre Kompetenzentwicklung ein Erfolg und für alle Beteiligten eine Bereicherung.
Schülerbegegnungsprojekt BSZ Wurzen 2022 - "Take your Chance"
Vom 14.-21. September 2022 fand unser 2. Projekttreffen mit der litauischen Partnerschule Joniškio žemės ūkio aus Joniškis in unserem Beruflichen Schulzentrum Wurzen statt.
Wir sind Auszubildende der grünen und der sozialen Berufe und befassten uns mit Verbesserungsmöglichkeiten zur Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund in die berufliche Ausbildung. Uns begleiteten unsere Lehrerinnen Frau Gabriele Hertel und Frau Christin Schönemann.
Am ersten Projekttag wurden wir von unserem Schulleiter Herr Gunnar Dübener und unserem Außenstellenleiter Herr Falk Uhlemann begrüßt. Anschließend stellten wir unseren litauischen Projektpartnern unsere Schule und unser Ausbildungssystem vor. Danach besprachen wir das Programm und einigten uns auf einen Flyer als Projektprodukt.
Dazu befragten wir junge Menschen mit Migrationshintergrund, die in unserer Schule noch keine Ausbildung begonnen haben, die Auszubildende sind und diejenigen, die eine Ausbildung abgeschlossen haben, nach ihrer beruflichen und privaten Situation. Dadurch erfuhren wir, welche Bedürfnisse sie haben und wie man sie unterstützen kann.
Den Flyer haben wir als Wegweiser für die berufliche Bildung auf Deutsch und Englisch in leichter Sprache verfasst. Wir werden uns in Kürze um die Verteilung der Flyer kümmern.
Obwohl wir die Litauer in der Jugendherberge in Leipzig unterbringen mussten, haben wir viel Zeit miteinander verbracht. In Wurzen spielten wir gemeinsam Volleyball und erkundeten die Stadt. Am Wochenende waren wir gemeinsam in Leipzig unterwegs und besuchten das Völkerschlachtdenkmal, das Zeitgeschichtliche Forum und die historischen Handelspassagen in der Leipziger Innenstadt.
Zum Abschluss veranstalteten wir einen Grillabend und brachten die Litauer am nächsten Tag nach Berlin zum Flughafen. Davor hatten wir noch ausreichend Zeit, die Reichstagskuppel zu besuchen und eine Stadtrundfahrt auf der Spree zu machen. Danach mussten wir uns leider verabschieden.